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kleinbasel – ausländer, aussteiger, aufsteiger

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"Es gibt ja Leute, die es schaffen, ihr Leben lang keinen einzigen Ausländer kennen zu lernen", ruft die Baslerin aus, die in Kleinbasel im Bereich Integration von Migrantinnen und Migranten arbeitet. Wir reden weiter, darüber, dass die Leute oft nur hierher ziehen, wenn sie kein Geld haben, keinen Job oder keine Perspektiven. Wer den Aufstieg schafft, der zieht um. Weiter, ins nächste Quartier, in dem es weniger Lärm, schönere Wohnungen, mehr Grünflächen gibt. Zurück bleiben Arme, schlecht Ausgebildete, MigrantInnen.

 

Ein paar Stunden später lasse ich mir das Gespräch nochmals durch den Kopf gehen und zähle alle Ausländer auf, die ich kenne. Personen mit Migrationshintergrund, wie man so schön sagt. Ein Albaner, wohnt seit seiner Geburt in der Schweiz, redet perfekt Schweizerdeutsch, hat einen Schweizer Pass, hat einen Uniabschluss – zählt nicht. Ein Ukrainer, fast seit Geburt in der Schweiz, eingebürgert, redet und träumt und flucht auf Schweizerdeutsch, hat bald einen Doktortitel – zählt nicht. Ein Inder, arbeitet in einem Sekretariat, spricht perfekt Schweizerdeutsch, sonst weiss ich nicht viel über ihn. Deutsche kenne ich, die sind nicht eingebürgert... Zählt auch nicht. Tatsächlich, geht mir durch den Kopf, keine einzige Migrantin mit Sprachproblemen ist dabei.

Und ich kenne auch niemanden, der langzeitarbeitslos ist. Oder alleinerziehend. Oder Sozialhilfe bezieht. Oder schlecht ausgebildet ist. Und ich wohne offensichtlich in einem Quartier, in dem nicht viele MigrantInnen leben. Nicht extra, denke ich, ich bin nicht extra weggezogen. Es hat sich einfach so ergeben. Weil die schönen Wohnungen eben in diesem Quartier sind. Im dem Quartier, wo es kaum Migranten, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfängerinnen gibt. Das ist wohl gemeint mit strukturellen Effekten...

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« Unemployment does not mean lack of work, it means lack of paid work. Unemployment is an organizational problem, one with severe social consequences. It is a question of the distribution of the entrance ticket to what in these cultures is seen as a major symbol of full membership.» Christie, Nils (1994). Crime control as industry : towards GULAGS, Western style. London, New York: Routledge. S. 60.