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gratifikationsaufschub und marshmallows

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marshmallow

Wer langfristig erfolg haben will muss kurzfristig bereit sein, auf eine Belohnung zu verzichten. Klassisches Beispiel dafür ist immer wieder das Bildungssystem. Wer einmal viel Geld verdienen will muss bereit sein für ein Paar Jahr sein Dasein als armer Student zu fristen. Blöd ist es natürlich wenn aus diesem kurzfristigen Armutsphase dann doch 6, 7, 8, ... Jahre werden und man am Ende doch nur als Soziologe dasteht.

Dieser so genannte Gratifikationsaufschub wird von vielen als zentrale Kompetenz betrachtet welche massgeblich über den gesellschaftlichen Erfolg entschweidet. Abgesehen von dieser sozialen Relevanz ist diese Fähigkeit auch von politischer Bedeutung. Man denke etwa an die Frage ob die Boni nun alle Jahre oder erst nach dem Langfristigen Erfolg ausbezahlt werden sollen. Vielleicht sind Banker auch gar nicht Egoisten, sondern einfach nur Menschen mit einer tiefen Fähigkeit zum Gratifikationsaufschub. Vielleicht müsste der folgende Test auch in die Assessments der Grossbanken eingebaut werden. Viel Spass beim schauen.

Oh, The Temptation from Steve V on Vimeo.

Kommentare

 
 
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Da gibt es auch einen TED-Talk zu von Joachim de Posada: http://www.ted.com/talks/joachim_de_posada_says_don_t_eat_the_marshmallow_yet.html
 
 
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Danke für den Link. Da bekommt man auch noch etwas von den Ergebnissen zu hören.
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«Es waren fragmentarische Forschungen, von denen letztlich keine vollendet wurde, ja nicht einmal Folgen hatte, zugleich zerstreute [...]. All das schleppt sich hin, geht nicht vorwärts, wiederholt sich und bildet kein zusammenhängendes Ganzes; im Grunde sagt es beständig das Gleiche, doch sagt es vielleicht auch gar nichts aus. In zwei Worten: es ist nicht schlüssig.»

Michel Foucault (1977): Intervista a Michel Foucault, in: A. Fontana / P. Pasquino (Hg): Microfisica del Potere: Interventi plitici, Turin, S. 55f.