Die beiden Neo-Institutionalisten Meyer und Rowan1 haben es uns bereits im Jahr 1977 vor Augen geführt. Organisationen tendieren dazu, ihre Formalstruktur von ihrer tatsächlichen Aktivitätsstruktur zu entkoppeln, damit sie den Ansprüchen der Umwelt gerecht werden und ihr Überleben gesichert werden kann. Mit andern Worten formuliert, übernimmt die Organisation gegen aussen eine standardisierte und vor allem legitime Struktur an, währendem sie im Innenverhältnis eine entkoppelte Struktur aufbaut, die den realen Gegebenheiten angepasst wird. Dass jedoch nicht nur Organisationen eine entkoppelte Formalstruktur aufbauen, sondern auch Individuen die Fähigkeit einer Entkopplung besitzen, musste ich kürzlich in Adelboden auf der 6er Sesselbahn auf dem Weg auf den Sillerenbühl feststellen.